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16-летний ополченец: приговорен и «расстрелян»

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#1 Derevo

Derevo

    Младшiй Унтеръ-офицеръ

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Отправлено 10 December 2014 - 02:45

Ярослав Александрович Воскоенко, родился в городе Лисичанск, в 1998 году. Объявлен в розыск по статье 258 часть 3 УК Украины «Создание террористической группы или террористической организации» (лишение свободы на срок от 10 до 15 лет или пожизненным лишением свободы). По данным украинских СМИ, был расстрелян 14 августа в Лисичанске.
— Похоронили меня 14 августа. Украинские СМИ писали о том, что в Лисичанске был расстрелян малолетний террорист Воскоенко Ярослав. Но это был «вброс». Я жив, со мной всё хорошо. Объявлен в розыск я по 258 статье (часть 3) Украинского уголовного кодекса, обвиняют в терроризме. Но мне всего 16 лет, я родился и вырос здесь, в Лисичанске. Какой же я террорист? В розыск я был объявлен после того, как в интернете появился первый материал о батальоне «Юная самооборона», этот материал содержал мою фотографию, а также было указано моё имя, как имя создателя и командира батальона.

«Юная cамооборона»: начало

— Расскажи, пожалуйста, о событиях в Лисичанске. Как сформировалась твоя гвардия, как она называлась, сколько человек в ней состояло? С самого начала.
— Вначале нас было немного, всего 11 человек. 22 мая украинские войска впервые напали на наш город. Нам было по 16 лет. Мы мечтали вступить в ряды Ополчения, нам хотелось защищать свой родной город. В Ополчение нас, конечно, не взяли, никто не мог принять на себя такую ответственность, потому что мы несовершеннолетние. И мы решили сформировать своё Ополчение, наш батальон назывался «Юная самооборона». Постепенно наши ряды увеличились, в батальон вступали новые люди, нас стало больше. Вооружения почти не было. Три пистолета ТТ, два двуствольных ружья.

— Где вы взяли оружие?
— Это оружие было у нас в городе ещё до войны. И с этим оружием мы, тогда ещё в составе 11 человек, впервые приняли участие в бою в районе города Северск. Этот город был захвачен украинскими войсками, перед ним находился украинский блокпост, который контролировал трассу на Лисичанск. Мы провели разведку и затем отработали этот блокпост у украинских военных, их было не очень много, 4 человека.

Продолжение

Английский перевод уже есть.

Сообщение отредактировал Derevo: 10 December 2014 - 02:52

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#2 Derevo

Derevo

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Отправлено 10 December 2014 - 02:47

16-Jähriger Volkswehr-Kämpfer: verurteilt und „erschossen“

Jaroslaw Aleksandrowitsch Woskojenko, geboren in Lisitschansk, 1998.
Nach ihm wird gefahndet nach §258 III des Strafgesetzbuchs der Ukraine „Gründung einer terroristischen Gruppe oder einer terroristischen Organisation“ (es wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 10 bis 15 Jahren oder mit einer lebenslangen Haft). Laut ukrainischen Medien wurde er am 14. August in Lisitschansk erschossen.

- Begraben wurde ich am 14. August, - (erzählt Jaroslaw). Ukrainische Medien haben geschrieben, dass in Lisitschansk der minderjährige Terrorist Jaroslaw Woskojenko erschossen wurde. Aber es war eine Falschmeldung. Ich lebe und mir geht es gut. Nach §258 (Teil3) des ukrainischen Strafgesetzbuchs werde ich gesucht und des Terrorismus beschuldigt. Aber ich bin erst 16 Jahre alt, ich bin hier geboren worden und lebe hier, in Lisitschansk. Was für ein Terrorist bin ich? Ich wurde zur Fahndung ausgeschrieben nachdem im Internet die ersten Informationen über das Bataillon „Junge Volkswehr“ erschienen sind. Man hat mein Foto gezeigt und meinen Namen erwähnt, und zwar als den eines Gründers und Kommandeurs dieses Bataillons.

„Junge Volkswehr“, der Beginn

- Erzähle uns bitte über die Ereignisse in Lisitschansk. Wie wurde deine Garde gegründet, wie hieß sie, wie viele Mitglieder gab es in der Garde? Von Anfang an.

- Am Anfang waren wir nur wenige, 11 Personen. Am 22. Mai haben die ukrainischen Militärkräfte unsere Stadt das erste Mal angegriffen. Wir waren alle 16 Jahre alt. Wir haben davon geträumt, Mitlieder der Volkswehr zu werden, unsere Heimatstadt zu verteidigen. Die Volkswehr hat uns natürlich nicht genommen, keiner konnte diese Verantwortung übernehmen, weil wir noch minderjährig waren. Und wir haben entschieden, unsere eigene Volkswehr zu gründen. Unser Bataillon hieß „Junge Volkswehr“. Allmählich sind unsere Reihen größer geworden, sie sind gewachsen, immer neue Leute kamen zu uns ins Bataillon, wir sind mehr geworden. Wir hatten fast gar keine Waffen. Drei Pistolen TT-33 (1), zwei Doppellflinten.

- Wo habt ihr Waffen bekommen?

- Diese Waffen gab es bereits vor dem Krieg in unserer Stadt. Und mit diesen Waffen damals, als wir noch zu 11 waren, haben wir an unserem ersten Kampf in einem Stadtteil von Sewersk teilgenommen. Diese Stadt wurde von den ukrainischen Militärkräften erobert. Davor gab es einen ukrainischen Kontrollpunkt, der die Autostraße Richtung Lisitschansk kontrollierte. Nach dem Einsatz unserer Aufklärungseinheit haben wir diesen Kotrollpunkt des ukrainischen Militärs „bearbeitet“. Es gab nicht viele Militärleute dort, nur 4 Personen.

- Was heißt „bearbeitet“?

- Wir haben sie entwaffnet und die Trophäen mitgenommen. Wir haben 3 AKs (2), eine RPG-18 (3) und noch eine RPG-7 (4) bekommen. Mit diesen Waffen sind wir zurück nach Lisitschansk gegangen. So hat alles angefangen. Unser Bataillon wurde immer größer, in der Stadt gab es Gerüchte über uns, neue Leute kamen zu uns, die gleichen Jungs wie wir, 16 – 17 Jahre alt. Selbst junge Mädchen, die erst 16 bis 17 waren. Wir konnten mit den Waffen nicht umgehen und haben alles selbst gelernt. Wir haben uns Videotutorials angesehen, spezielle Literatur gelesen.

- Und die Trainings? Habt ihr selbständig trainiert oder hat jemand die Trainings geleitet?

- Ein Opa hat uns geholfen. Er war im zweiten Weltkrieg. Er hat uns die Theorie beigebracht, die praxische Erfahrung haben wir uns selbst eingeeignet.

- Erzähle uns über eure Kontakte zu den Truppen von Mozgowoj. Habt ihr versucht seinen Truppen beizutreten? Wie war es?

- Wir haben versucht den Volkswehrtruppen von Mozgowoj beizutreten... noch am 22. Mai, als die Ukrainer Lisitschansk das erste Mal angegriffen haben. Aber damals haben wir im Sinne eines Bataillons „Junge Volkswehr“ noch nicht existiert. Man hat uns abgewiesen, indem man sich auf unser Alter berufen hat. Man sagte, wir wären noch viel zu jung. Danach haben wir keine Versuche mehr unternommen, uns in die Brigade „Prizrak“ einzugliedern. Wir haben selbständig agiert.

- D.h., dass die Volkswehr euch nicht geholfen hat?

- Die Brigade „Prizrak“ hat nicht mal gewusst, dass es uns gab. Wir haben unsere Tätigkeit nicht zur Schau gestellt, wir haben es nicht angestrebt, dass jemand etwas über uns überhaupt erfährt. Wir haben unsere Gesichter verborgen. So dass die Volkswehrkämpfer es nicht wussten, dass es solche Jungs in Lisitschansk gibt.

- Am 22. Mai haben die ukrainischen Truppen Lisitschansk attackiert. Zu dieser Zeit hat „Prizrak“ ein Stadtteil unter Kontrolle gehabt. Habt ihr auch an diesem Tag gekämpft?

- Nein, wir haben es nicht geschafft der Volkswehr beizutreten, so dass wir an dem Tag nicht an den Kampfhandlungen teilgenommen haben. Wir sind erst zu 11 gewesen.

- Lass uns genauer darüber sprechen, wie die Neulinge dem Bataillon beigetreten sind. Haben sie darüber über das Internet erfahren? Oder sind sie irgendwelchen Gerüchten gefolgt?

- ...den Gerüchten gefolgt, über Bekannte erfahren. Wir haben versucht keine Informationen über uns im Internet zu verbreiten. Ins Bataillon haben wir nur die Vertrauenspersonen genommen, von denen wir wussten, dass sie einen nicht im Stich lassen werden.

- Um noch mal zu präzisieren: Wie seid ihr an die Waffen gekommen und habt ihr überhaupt welche bekommen? Oder habt ihr das minimale Arsenal benutzt, von dem du am Anfang gesprochen hast?

- Das minimale Arsenal. Keiner hat uns Waffen geliefert.

- Und was war danach? Erzähle über euren zweiten Kampf.

- Unser zweiter und letzter Kampf ist am Tag einer Attacke ukrainischer Truppen auf Lisitschansk gewesen. Wir haben nicht verstanden, was ablief. Wir haben es nicht gewusst, dass „Prizrak“ die Stadt verlassen hat. Wir sind in der Stadt geblieben. Wir haben versucht zurück zu treten und sind auf die ukrainische Armee geraten. Die ukrainischen Panzer fuhren uns entgegen und wir haben den Kampf angenommen. Viele Jungs sind gestorben. Ein junges Mädchen mit dem Rufnamen „Hübsche“ ist gestorben, sie war 16. Sie hat sich mit 3 Handgranaten unter einen Panzer geworfen.

- Was hat sie zu dieser Tat bewegt, was denkst du?

- Ich kann es nicht genau sagen, ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen, dass der einzige Verwandte, den sie hatte, war ihr Vater. Sein Vater ist auch ein Volkswehrmitglied gewesen und ist an der vorderen Front gestorben. Danach ist sie unserem Bataillon beigetreten. Ich habe sie nicht persönlich gekannt, ich weiß nur, dass sie zu uns zwei Wochen vor diesem Kampf gekommen ist. Man hat ihr den Rufnamen „Hübsche“ gegeben. Sie ist tatsächlich ein sehr gut aussehendes Mädchen gewesen.

- Wie sind die anderen jungen Mädchen gestorben? Warum sind sie nicht weggelaufen?

- Sie haben auch nicht versucht wegzulaufen. Wir traten zurück und haben parallel auch geschossen. Aber mit AKs gegen die Panzer und BTRs (5). Sie haben auf uns mit Grad (6) und Minenwerfern geschossen. Einige hatten Glück, die anderen eben nicht.

- Kannst du uns mehr über den Ablauf des Gefechts erzählen? Wie haben sich die Ereignisse abgespielt?

- Das war ein ungleicher Kampf. Fast alle sind gestorben... Mir... Mir fällt es schwer darüber zu sprechen. Ich erinnere mich ... Ich kann nicht ... Vor meinen Augen ... sind meine Kameraden gestorben.

- Wie hast du es geschafft zu überleben?

- Ich weiß es nicht. Ich habe eine Splitterverletzung bekommen. Ich kann mich nicht erinnern, wie ich es bis Altschewsk geschafft habe. Ich bin ein Motorrad gefahren, danach ist es stehen geblieben. Danach sind wir zu Fuß gegangen. In Altschewsk hat keiner gewusst, was passiert war. Es ist keine fremde Stadt für mich. Ich habe dort gearbeitet, meine Ausbildung gemacht. Ich bin in das Wohnheim gegangen, wo ich davor gewohnt habe.

Wir wurden mit Grad-Geschossen überschüttet. Viele... Viele Jungs sind gestorben. Sehr viele. Wir waren zu 58, neun davon waren junge Mädchen. Nur wenige einzelne haben überlebt es und Altschewsk erreicht. Wir hatte nicht genug Waffen für alle. Pistolen TT-33, Maschinengewehre AK, zwei RPG-18, eine RPG, ein Dragunow-Scharfschützengewehr, Handgranaten F-1, noch andere Granaten. Das Gefecht fand am Kontrollpunkt der Straßenpolizei statt, an der Ausfahrt aus Lisitschansk, in der Nähe von Belaja Gora. Dort geht der Weg Richtung Stahanow. Wir hatten ein Motorrad und ein Auto, ein WAZ. Gegenüber standen 10 Panzer, dahinter waren noch Schützenpanzer. Wie viele von denen es gab, weiss ich nicht, ich habe nicht gezählt, aber sehr viele... Die BM-21 standen etwas weiter weg, es gab Autos, ca. 40 Gewehrläufe. Sie haben gesehen, wer zurücktrat... dass es Jugendliche waren. Aber sie sind uns töten gegangen. Sie haben uns gesehen und haben sofort angefangen uns zu vernichten. Sich gefangen geben haben sie nicht vorgeschlagen. Soviel ich weiß, war es das Bataillon „Donbass“. Beim Sterben haben die Jungs vor Schmerzen geschriehen. Wir konnten die Position nicht halten, wir haben einfech versucht uns zurückzuziehen, dem Mozgowoj zu folgen. Aber wir waren viel zu spät.

Nach diesen Ereignissen wurde unser Bataillon aufgelöst. Einige sind nach Lugansk gefahren, einige nach Donezk, noch jemand hat sich in Richtung Russland aufgemacht. Man musste zur Schule gehen. Ich bin bei „Prizrak“ geblieben. Ich bin erst 16, noch nicht volljährig, die Brigade „Prizrak“ kann die Verantwortung für mich nicht übernehmen. Ich nehme deswegen nicht an den Kampfhandlungen an der vorderen Front teil, ich beschäftige mich mit humanitärer Hilfe. Diejenigen, die nach Donezk gefahren sind, nehmen aber immer noch an den Kampfhandlungen teil. Ich habe allerdings keinen Kontakt mehr zu den anderen.

- Wie viele Leute sind denn tatsächlich am Leben geblieben?

- 18, mit mir zusammen, 4 davon sind Mädchen.

- Kannst du dich an die Namen und an die Rufnamen der verstorbenen Kameraden erinnern, an deren Heldentaten?

- Wadim Wlasenko. Ich kann sagen, dass er ein Held ist, postum. Er hat auf einen Panzer direkt mit einer RPG-7 geschossen. Er wurde von der ukrainischen Infanterie erschossen, er hat eine Kugel aus einem Maschinengewehr abbekommen. Auch andere Jungs... Wir hatten einen guten Jungen, er hieß Kostja... Warte mal... eine Sekunde (er atmet schwer). Er war sehr mutig. Er ist auf Panzer und BTRs mit einem Sturmgewehr und einer Granate gegangen. Er hat eine Kugel in den Kopf bekommen. Wir hatten keine schussicheren Westen... Gar nichts...

- Habt ihr Nachfolger?

- Ja, ich habe gehört, dass es 17-jährige im Bataillon „Wostok“ gibt. Bei Motorola kämpft ein 17-jähriges Mädchen. In Donezk gibt es einen 15-jährigen Kommandeur einer Ausbildungskompanie, Andrej heißt er.

- Ich habe gehört, dass einige Jungs aus deinem Bataillon gefangen genommen wurden.

- Seit dem Kampf nahe Lisitschansk sind zwei Wochen vergangen. Drei meiner Freunde sind auf eine Aufklärungsaufgabe losgegangen. Es war eine Diversion-Aufklärungseinheit. Deren Aufgabe war ein Waffenlager zu vernichten. Sie haben das Lager gefunden, haben Daten fürs Richten durchgegeben, aber sie konnten es nicht vernichten. Sie wurden gefangen genommen. Drei Stunden später habe ich erfahren, dass sie erschossen wurden.

- Woher hast du es erfahren?

- Eine Zivisitin hat mich angerufen, eine ältere Frau. Sie hat mitgeteilt, dass in einer Ortschaft, in Maloriazantsewo, nahe Lisitshcansk, drei 16-jährige erschossen wurden.

Albträume

- Du zitterst. Ist dir kalt oder sind es die Nerven?

- Sie stellen einfach Fragen, die mich an den Kampf bei Lisitschansk erinnern lassen. Wie meine Freunde gestorben sind, 16-jährige Jungs und Mädchen. Es kommt von Nerven.

- Bekommst du Nachts Albträume?

- Ja, habe ich gehabt, jetzt nicht mehr.

- Hast du zwischendurch Nervenzusammenbrüche? Eine Depression? Hast du Beschwerden? Es ist, psychologisch gesehen, sehr schwer solche Ereignisse zu erleben.

- Nein. Mit meiner Psyche ist alles in Ordnung. Eine Depression habe ich gehabt, es stimmt. Nach diesem Kampf. Ich konnte zwei Tage und Nächte gar nicht schlafen oder essen. Ich habe die ganze Zeit darüber nachgedacht, was passiert ist. Mit der Zeit hat es aufgehört.

- Falls es dir schwer fällt können wir das Interview an einem anderen Tag fortsetzen.

- Nein, bringen wir es zu Ende, falls wir damit angefangen haben.

Ich kann sie nicht als „Männer“ bezeichnen

- Warum bist du nicht nach Russland gefahren? Warum bist du geblieben und der Volkswehreinheit von Mozgowoj beigetreten?

- Ich werde meine Stadt, meine Heimat nicht verlassen. Ich werde kämpfen bis zum Ende. Ich werde nicht nach Russland fliehen. Ich bin hier geboren worden und ich werde auf diesem Boden bis zum Ende bleiben. Es ist mein Haus. Ich schäme mich sehr und es schmerzt mich, wenn ich diese Männer sehe, die nach Russland als Fluchtlinge gegangen sind. Ich kann sie nicht als Männer bezeichnen.

- Wie findest du die ukrainische Politik, die gegenwärtige Ideologie? Oder das, was die ukrainischen Medien schreiben?

- Ich habe die TSN-Nachrichten gesehen, dann den TV-Sender 1+1, und ich habe fast selbst angefangen daran zu glauben, dass ich ein brutaler Mörder bin. Sie lügen sehr viel.

Sie schreiben z.B., dass Leute während des Referendums zur Abstimmung mit Sturmgewehren gezwungen wurden. Abe es stimmt nicht, sie lügen. Alle, die das Referendum beobachtet haben, alle haben diese Menschenbewegung gesehen... Diese Warteschlangen... Leute sind hingegangen, um für die Unabhängigkeit zu stimmen. Die ukrainischen Medien wollen sich von besserer Seite zeigen, aber sie werden nichts dadurch gewinnen ... Es sind Lügen, die sie verbreiten.

- Erzähle bitte, womit du dich überhaupt beschäftigst? Was hat dich berühmt gemacht, außer deiner Teilnahme an der Volkswehr?

- Vor dem Krieg habe ich Musik gemacht, so was wie rnb oder Rap, ich habe Lieder geschrieben, gesungen, bin aufgetreten, habe Konzerte gegeben. Ich habe auch Preise bei den Musikwettbewerben oder Festivals gewonnen, die in Lugansk stattgefunden haben. Zum Beispiel, bei der „Goldenen Nominierung“. Jetzt mache ich fast keine Musik mehr, Ich beschäftige mich mehr mit militärischen Thematik.

- Und außer Musik... welche Hobbys, welche Interessen hast du?

- Sport, Leichtathletik, Sportschießen.

- Und was machst du jetzt?

- Ich bin Mitglied der Brigade „Prizrak“, in einer Abteilung für humanitäre Hilfe. Ich beschäftige mit humanitärer hilfe. Und ich mache noch meine Ausbildung. Ich schaffe es noch zu lernen. Mein Fachgebiet ist „Schweißer“.

- Wie lange dauert noch deine Ausbildung?

- Noch zwei Jahre zusammen mit diesem. Danach kann ich noch zwei Jahre studieren und den Abschluss „Junger Fachmann“ bekommen.

- Und wie stellst du dir deine Karriere danach vor, deine zukünftige Berufstätigkeit?

- Bis jetzt gar nicht. Die Situation erlaubt es nicht. Man weiß nicht, was kommt.

- Wenn es keinen Krieg gebe, in welcher Stadt möchtest du leben und arbeiten? Bei welchem Unternehmen?

- In meiner Heimatstadt Lisitschansk, bei der Ölverarbeitungsfabrik, die übrigens vom ukrainischen Militär beschossen wurde. Jetzt steht sie still.

- Du machst jetzt keine Musik, aber vielleicht schreibst du Gedichte? Worum ging es in deinen Werken und worüber du jetzt schreiben möchtest?

- Ich sammele jetzt den Stoff zum Thema Militärkämpfe, aber ich habe kein Studio, um die Tracks aufzunehmen. Ich habe lyrische Lieder geschrieben... Das war eine Lyrik, Lieder über das Leben. Jetzt schreibe ich über Lisitschansk, über die Gefechte. Videos habe ich nicht gedreht, es gibt eine Art „Halbvideo“. Das Lied heißt „Republik Lugansk“. Das Video habe ich aus den Ereignis-Aufnahmen zusammengeschnitten, die jetzt gerade stattfanden. Ich habe zwar keinen Abschluss in Musik, aber seit meiner Kindheit habe ich über das Leben nachgedacht, ich habe Gedichte geschrieben. Mein erstes Lied habe ich mit 14 komponiert, es hieß „Freunde“.

- Worüber wirst du danach schreiben?

- So wie damals, über das Leben, über die Liebe.

- Kann man im Internet deine Werke finden?

- Ja, man kann, selbst bei Yandex oder Google. Mein kreatives Pseudonym ist „Brash Rapper“.

- Hast du darüber nachgedacht, nach Russland zu fahren um dort zu kreieren? Du hättest dort in einem guten Studio arbeiten können.

- Ich möchte es nicht. Hier ist mein Haus, meine Heimat. Ein Aufnahmestudio... all das kann nicht meine Ehre und die Ehre meiner Heimat wert sein.

- Wenn du volljährig bist, falls der Krieg noch nicht zu Ende ist, gehst du dann an die erste Front?

- Natürlich.

- Und was kannst du machen, was wirst du dort machen?

- Ich kann Vieles. Aber ich bin bereit selbst einfach die Schützengräben zu graben. Ich kann schießen, ich kann Granaten werfen.

- Wie bist du in der Schule gewesen?

- Von der ersten bis zur fünften Klasse hatte ich sehr gute Noten, bis zur achten Klasse war ich gut und die neunte Klasse habe ich mit „befriedigend“ abgeschlossen. So ist es gekommen. Vielleicht lag es an der Pubertät... Ich wollte alles auf einmal haben.

- Hast du einen Führerschein?

- Nein.

- Aber du kannst fahren?

- Ja.

- Warum bist du ausgerechnet zu Mozgowoj gegangen?

- Ich vertraue ihm. Ich weiß, dass er von hier ist. Er ist ein Einheimischer. Er ist hier geboren worden. Einfach aus persönlicher Sympatie.

„Andere Leute als bei uns“

- Hattest du einen Wunsch, irgendwohin zu fahren, einen Urlaub zu machen?

- Ja, ich bin eine Woche lang in Moskau gewesen – um die Stadt zu sehen, um mich zu erholen.

- Und hat dir die Stadt gefallen?

- Wie sind die Leute... Leute sind unterschiedlich. Ich habe einen Jungen mit einer Freundin gesehen, und diese Freundin sah wie ein Junge aus... Und es ist tatsächlich ein Junge gewesen. Generell habe ich den Eeindruck bekommen, dass die Moskauer einander nicht helfen, sie helfen dir nur wenn du Geld hast. In Donbass haben wir so etwas nicht. Ich bin auch in Rostow gewesen, in Woronezh. Der Wasserspeicher von Voronezh ist wunderschön... Rostow ist ein Stadtpartner von Lugansk. In Rostow und in Woronezh sind Leute etwas weniger kompliziert als in Moskau. Es ist schwer zu sagen, wo es den Ausdruck findet. Ich kann nur sagen: Die Leute sind nicht wie bei uns. Sie sind nicht einfach.

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1 Die Tokarew TT-33 ist eine in den 1930 Jahren in der Sowjetunion entwickelte Selbstladepistole im Kaliber 7,62 mm.
2 Die AK (rus.: Awtomat Kalaschnikowa) ist eine sowjetisch-russische Maschinenpistole, die heute zu den Sturmgewehren gezählt wird.
3 Die RPG-18 Mucha (rus.: Fliege) ist eine russische Panzerabwehrwaffe.
4 Die RPG-7 ist eine reaktive Panzerbüchse sowjetisch-russischer Herkunft. Die Abkürzung steht für Granatwerfer zur Panzerabwehr, der von Hand abgefeuert werden kann.
5 Der BTR ist ein sowjetischer Schützenpanzerwagen.
6 Der BM-21 (Grad) ist ein sowjetisches Mehrfachraketenwerfersystem.

Сообщение отредактировал Derevo: 22 December 2014 - 23:17

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